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Tipps
Manchmal sind's die Kleinigkeiten, auf die man nicht kommt und die einem
einiges erleichtern.
Daher versuche ich hier mal nach und nach zusammenzufassen, was mir geholfen
hat, auch wenn es sicherlich alles andere als "fachmännisch"
ist...aber ich bin ja auch kein Mann, daher darf es auch das ein oder
andere mal etwas...unorthodox...sein ;-)
Abdeckung
Ansaugschutz
Aufzucht- und anderes Lebendfutter
- Rübenmethode
- Mikrowürmchen
- Artemianauplien ohne Blubber
- Daphnien
Rezept Bio-CO2
Spartipp
Wander-HMF
Wasserwechsel
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Abdeckung |
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Bevor es an die Beschreibung geht, erst nochmal einen herzlichen Dank
an Martin, der mir durch den Workshop die Scheu genommen hat, so etwas
selbst in Angriff zu nehmen, denn, wie sich herausgestellt hat, es ist
möglich, auch ohne eine perfekt eingerichtete Werkstatt mit dem,
was man meist schon irgendwo zuhause hat, etwas Brauchbares hinzukriegen,
übrigens auch ohne, dass die Rufnummer des Notarztes in greifbarer
Nähe sein muss.
Und was den zeitlichen Aufwand betrifft...ich habe die Kiste innerhalb
von 1,5 Stunden zusammengeschustert.
Die Abdeckungen für die 12l-Minikästen, die ich bei erwähntem
Workshop in Hannover gebastelt hatte, sind zwar richtig klasse, haben
aber einen ganz entscheidenden Nachteil, der sich erst in der Praxis gezeigt
hat:
Aufgrund der Turbo-18 Watt-Beleuchtung kann man darin nicht nur locker
auf einen Heizstab verzichten, sondern man muss höllisch aufpassen,
dass man nicht unversehends Kochfisch hat.
Nun ist das aber nicht so die Fischhaltung, die ich mir so vorgestellt
hatte und die Parosphromenus in dem einen 12er-AQ mögen es auch nicht
so warm, daher musste ich mir also etwas einfallen lassen.
In den Tiefen meines Kellers fand ich noch eine kleine Klemmleuchte und
fing an zu basteln.

(Zum Vergrössern Fotos anklicken!) |
Dazu habe ich gebraucht:
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1 Platte Bastlerglas (Polystyrolglas), 500 x 250
x 2 mm
1 Creativ Hartschaumplatte aus PVC, 500 x 500 x 3 mm
1 Tube Klebstoff Tangit oder vergleichbares
1 kleinen Möbelknopf
Bleistift, Cutter, Zollstock, Winkel |
Aus der Hartschaumplatte habe ich folgende Teile zugeschnitten:
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2x 31 x 10 cm für die Längsseiten
2x 21 x 10 cm für die kurzen Seiten
2x 30,5 x 2 cm als Auflagerstreifen Längsseite
1x 17 x 2 cm als Auflagerstreife Querseite
1x 20 x 30 cm als Deckel
4x rechtwinklige Dreiecke 3 x 3 cm zur Stabilisierung
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Übrigens hat sich durch Eigenversuche gezeigt, dass die Hartschaumplatte
für diese Zwecke weitaus geeigneter ist als Acryl- oder Polysterolglas,
weil sie sich viel leichter mit dem Cutter schneiden lässt.
Aus einem der kurzen Seitenteile habe ich einen Ausschnitt von 6,0 x 7,0
cm für die Lampe geschnitten.
Und dann hab ich angefangen zu kleben.
Zuerst je eine Querseite auf eine Längsseite 
Nach dem
Trocken, was relativ schnell innerhalb weniger Minuten geht, habe ich
die beiden Teile zusammengesetzt, und zwar so, dass die kurzen Teile zwischen
den langen sitzen.
Vor dem Kleben hatte ich mit Bleistift eine Linie da gezeichnet, wo die
Auflagerstreifen geklebt werden sollen, Abstand 2 cm vom unteren Rand,
die ich nach dem Zusammensetzen mit dem Kleber nachgezogen habe, um dann
den Streifen aufzukleben..
Anschliessend habe ich die Dreiecke in die Ecken geklebt, die gleichzeitig
auch als Auflager für die Abdeckscheibe dienen.
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Danach wurde dann die Abdeckscheibe zugeschnitten, wie schon die Hartschaumplatten
auch mit einem Cutter, und einen Möbelknopf draufgeklebt, damit
sie später leichter entfernt werden kann. |
Und so sieht das Ganze fertig aus:
Die Hartschaumplatten gibt es übrigens in unterschiedlichen Farben.
Man kann sie so lassen, oder, wie ich, mit dcfix bekleben, so dass die Abdeckungen
auch zur Einrichtung passen.
Nachteil beim Bekleben bei dieser deckellosen Variante ist, dass man von
innen auch bekleben muss, wenn man die ursprüngliche Farbe nicht sehen
möchte.
Man kann auch, wenn man eine Beleuchtung an den Deckel schrauben möchte,
aus Hartschaum einen passenden zuschneiden, mit Scharnieren am Rahmen befestigen
und dann die Leuchteinheit an den Deckel schrauben.
Dabei sollte man beim Zuschneiden der ganzen Teile bedenken, dass noch ein
Loch für die Kabeldurchführungen geschnitten werden muss.
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Ansaugschutz |
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Gerade wenn man eher Garnelen, Minifische oder vielleicht sogar Kommas
im AQ hat, ist der Korb des Ansaugers eines Aussenfilters etwas "durchlässig"
und es kann leicht passieren, dass einem dann mal das ein oder andere
Tierchen in den Filter flutscht.
Um das zu verhindern habe ich die Schaumstoffpatrone eines Eheim-Aquaballs
über den Korb gestülpt.
Zum einen hält sie den gröbsten Dreck etwas aus dem Filter raus
und verlängert dadurch ein bisschen die Standzeit eines Aussenfilters,
zum anderen findet sich auch da einiges an Besiedelungsfläche für
Bakterien, was man z.B. gut nutzen kann um ein neues AQ anzuimpfen, ohne
gleich den ganzen Aussenfilter auseinandernehmen zu müssen.
Die Patrone ist beim obligatorischen Wasserwechsel auch schnell abzuziehen
und zu reinigen falls es nötig sein sollte.
Jungfische oder auch Garnelen kommen durch diesen Schutz nicht mehr in
die Versuchung, auf Wanderschaft zu gehen und sich unversehens im Filter
wiederzufinden und die Methode ist etwas "eleganter" als einen
Strumpf über den Korb zu ziehen und sich dann hinterher zu wundern,
wieso man nur noch eine Socke im Schrank hat, weil man vergessen hat,
dass die andere ja im Aquarium ist. ;-)
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Aufzuchtfutter |
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Die Rübenmethode:
Als ich das erste Mal Honiggurami-Nachwuchs hatte, stand ich vor dem Problem,
was ich den Kommas zu futtern geben sollte.
Auf die Schnelle Infusorien ansetzen, ging nicht. Bis die soweit waren,
dass sie verfüttert werden könnten, wären die armen Kommas
längst verhungert.
Also musste eine schnelle Lösung her - und die kam in Form des Rates
eines alten Züchters:
Zuckerrübe!
Man nehme eine gute Portion olles Javamoos oder etwas ältere Schwimmpflanzen
mit nicht allzu langen Wurzeln (Frossbiss und/oder Wolfsmilch) und ein
Stück getrocknete Zuckerrübe oder, in Ermangelung einer solchen,
ein Stück getrocknete Banane.
Das Javamoos bzw die Schwimmpflanzen kommen natürlich ins Aufzuchtbecken
und bis die Kommas eine nauplientaugliche Grösse haben, reicht es,
wenn man das Rüben- oder Bananenstück 2 - 3 Mal täglich
für ca. 20 Sekunden ins Wasser hält.
Ok, SO hatte der Züchter das nicht beschrieben, sondern als "Zeitbegriff"
festgelegt, man müsse langsam bis 20 zählen...was ich übrigens
auch brav mache, statt den Sekundenzeiger auf einer Uhr zu verfolgen.
Man kann gut sehen, wie sich Partikel von der Rübe im Wasser lösen
und ich vermute mal, dass diese wohl eher die Nahrung der Infusorien im
und am Javamoos verköstigen als die Kommas.
Aber wie auch immer, es funktioniert!
Mikrowürmchen:
Wenn die Kommas die Infusoriengrösse überwunden haben und jetzt
nach etwas Handfestem verlangen, gibt es mehrere Möglichkeiten.
Zum einen die Artemianauplien, zum anderen Mikrowürmchen, und da
gibt es viele verschiedene Rezepte.
Bei mir hat sich die Semmelbrösel-Milch-Variante bewährt, während
ich mit Haferflocken eher Mißerfolge erntete.
Man nehme:
1 Plastikdose (sehr praktisch Kartoffelsalatdosen aus dem Supermarkt,
allerdings ohne Inhalt)
1 ca. 2cm hohe Schicht Semmelbrösel
warme Milch zum Anrühren eines nicht zu flüssigen Breis
1/3 Päckchen Trockenhefe
1 TL Mikrowürmchen-Ansatz
Die Semmelbrösel in der Plastikdose mit der Milch und der Hefe gut
anrühren bis ein zäher Brei entsteht und etwas quellen lassen.
Dann den Ansatz oben draufgeben, Deckel auf die Dose, aber so, dass noch
etwas Luft reinkommt und...warten. ;-)
Spätestens am übernächsten Tag krabbeln die Würmchen
an der Plastikwand hoch und können davon geerntet werden.
Manche machen das mit einem Pinsel, ich nehm einfach einen Finger dazu
und streife die Würmchen damit von den Wänden ab.

Am Pfeil kann man gut erkennen, wie die Würmchen
die Seitenwand hochgekrochen sind. |
Übrigens freuen sich nicht nur Kommas über diesen Snack, sondern
alle Minis, selbst wenn sie ausgewachsen sind.
Meine Perlhühner werden da sogar richtig rabiat *grins*
Artemia-Nauplien ohne Blubber:
Da ich dazu geneigt habe, die klassische Variante der blubbernden Artemia-Brut
im Keller immer zu vergessen und mich diese Art der Geräuschkulisse
in der Küche gestört hätte, habe ich jetzt mal die Ohne-Geblubber-in-Schale-Variante
ausprobiert, mit Erfolg, denn inzwischen schlüpfen die Nauplien reichlich,
sehr zur Freude der Paros, die eindeutig eher auf Nauplien als auf Mikrowürmchen
abfahren.
Da mir die zum Kauf angebotenen Brutschalen aber zu teuer sind, habe ich
mit dem, was ich im Haushalt so gefunden haben, selbst etwas zurecht gefrickelt.
Sieht zwar alles andere als chic aus, erfüllt aber seinen Zweck.
Alles, was man dazu braucht ist eine Plastikschale, Alufolie, Salz und
Artemiazysten.
Da später die geschlüpften Nauplien zum Licht streben, ist
es wichtig, dass die Plastikschale blickdicht ist.
Hat man gerade keine solche zur Hand (aus irgendwelchen unerfindlichen
Gründen sind die meisten Schalen durchsichtig), kann man die Schale
auch von aussen mit Alufolie verkleiden, so wie ich es gemacht habe.
Um die Folie leichter umklappen zu können, habe ich die Ecken diagonal
abgeschnitten, dadurch hat man nicht so viel Folienüberstand.
Dann habe ich aus einem Streifen Folie ein Viereck geformt.
Man kann zwar auch einen Kreis machen, aber ich fand es hinterher mit
dem Deckel leichter, eine viereckige Öffnung zu lassen als eine runde.
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Diesen Rahmen habe ich dann in die Schale
gestellt, in die dann 1/2 Liter Wasser kam |
| Da ich eine fertige Salz-Zysten-Mischung
benutze, gebe ich davon dann 1 TL in den Bereich zwischen dem kleinen
Rahmen und dem äusseren Rand und verrühre sie etwas. |
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Wenn man Salz und Zysten getrennt hat, würde ich erst das Wasser
mit dem Salz verrühren und die Zysten dann zwischen dem kleinen Rahmen
und dem äusseren Rand geben.
Wichtig ist, dass die Zysten eben nicht innerhalb der kleinen Umrandung
sind!
Aus einem weiteren Stück Alufolie habe ich dann den Deckel gebastelt.
Nach 2-3 Tagen schlüpfen die Nauplien und ernähren sich die
ersten 3 Tage von ihrem Dottersack.
Da die Nauplien, wie schon erwähnt, zum Licht streben, sammeln sie
sich in dem Bereich, wo auch Licht hinkommt, während die Schalen
vom inneren Rahmen zurückgehalten werden.
Geerntet wird mit einer 20ml-Einwegspritze, die ich dann einfach in einem
Artemia-Sieb über der Schale wieder entleere, die Nauplien kurz unter
klarem Wasser abspüle und dann geht's ab ins Becken.
Da ich die Nauplien innerhalb von 3 Tagen aufbrauche, mache ich mir über
weitere Fütterungen der kleinen Krebschen keinen Kopf, sondern setze
alle 3 Tage neu an.
Ich habe immer 3 Schalen parallel laufen, damit immer frische Nauplien
da sind
Daphnien:
Da Fische, wie man immer wieder liest, ja gern Lebendfutter erlegen,
habe ich beschlossen, ein Experiment zu wagen, nämlich Terrassendaphnien.
Der Aufwand ist nicht besonders hoch, die Kosten sind es auch nicht.
Man nehme:
- 1 geeignetes Gefäß, in meinem Fall ist es ein ausrangiertes
54l-AQ, es kann aber auch ein Mörtel- oder anderer Eimer sein
- 1 Tüte Daphnien, die es als Lebendfutter im Handel gibt
- für den Anfang Trockenhefe
Es traf sich gut, dass ich noch einen ausgemusterten Glaskasten hatte,
den ich eigentlich für undicht hielt, aber da die undichte Stelle
relativ weit oben ist, habe ich auf meiner Terrasse einen geeigneten Platz
gesucht und den Kasten bis zur vermeindlich undichten Stelle mit Wasser
aufgefüllt.
"Geeigneter Platz" bedeutet übrigens hell und warm, allerdings
nicht zu warm.
Die optimale Vermehrungsrate soll man, habe ich jedenfalls gelesen, bei
20 - 25°C erhalten, bei niedrigeren Temperaturen wird die Vermehrung
verlangsamt, langfristig höhere Temperaturen können die Flöhe
schnell mal durch Ableben quittieren.
Jetzt, während der warmen Jahreszeit kann eine Flohzucht ohne weiteres
also draussen, entweder auf dem Balkon oder der Terrasse stattfinden,
ein heller Platz auf der Fensterbank oder im Keller tut's aber auch und
sorgt auch im Winter für Nachschub.
Da Daphnien sich langfristig von Schwebealgen ernähren, die sie aus
dem Wasser filtern, ist ein heller Standort nicht ganz unwichtig, möglichst
mit gelegentlicher Sonneneinstrahlung, damit sich eben besagte Algen bilden
können, die im normalen AQ ja eigentlich eher unerwünscht, im
Daphnien-AQ aber höchst willkommen sind.
Zum Füllen der Aufzuchtbehältnisses kann man, wenn sowieso
gerade ein Wasserwechsel ansteht, Aquarienwasser nehmen, normales Leitungswasser
tut's aber auch.
Dort hinein gibt man dann eine Tüte mit den lebenden Daphnien gekippt,
die man bei einem Händler als "Lebendfutter" deklariert
erwerben konnte.
Wichtig ist, dass man darauf achtet, dass nicht bereits ein Großteil
der Tiere tot ist, sondern dass man relativ frische "Ware" erwischt.
Evtl. Todesfälle oder Häutungsrückstände werden durch
ein paar Posthornschnecken entsorgt, die ich aus einem meiner AQs kurzerhand
umgesiedelt hatte.
Daphnien ernähren sich eigentlich von Algen, genauer gesagt von Schwebealgen,
die allerdings in der Anfangszeit noch nicht unbedingt üppig vorhanden
sind, aber da kann Abhilfe geschaffen werden durch Trockenhefe.
Diese löse ich in etwas Wasser auf (1/4 Tütchen reicht für
den Anfang) und kippe die Brühe dann ins Wasser.
Spätestens nach einem halben Tag sollte das Wasser dann wieder klar
sein, falls nicht, wäre ein Wasserwechsel angesagt.
Geerntet dann mit einem feinen Kescher.
Soweit die Theorie und bis jetzt funktioniert es bei mir auch ganz gut.
Die Wasserflöhe vermehren sich prima und die Meute stürzt sich
mit Begeisterung auf die Hefe.
Weniger Begeisterung beim Stürzen zeigen allerdings die Fische.
Das undankbare Volk hatte offenbar beschlossen, dass Futter, was nur wenig
kleiner ist als sie selbst, als Mitbewohner zu deklarieren und ich fürchte
beinahe, dass ich genötigt sein könnte, als besonders Zuchtmerkmal
bei den Wasserflöhen ein Schild um den Hals eines jeden Wasserflohs
mit der Aufschrift "Friss mich, ich bin Futter!" zu erarbeiten.
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Rezept Bio-CO2 |
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Nachdem ich lange mit mir gerungen hatte in Bezug auf CO2, sah ich mich
nun doch genötigt, mich mit dem Thema auseinander zu setzen, weil
das 160er nicht so rund lief wie ich es gern hätte.
Da die CO2-Anlage, die ich zu Weihnachten bekommen hatte, inzwischen nicht
mehr in meinem Besitz ist und ich für eine Druckgasanlage derzeit
auch nicht das nötige Kleingeld habe, ist es dann erstmal die Dennerle
Bio-Line Exclusive geworden.
Da ich sie aber gebraucht erworben hatte, war die Originalfüllung
in den Flaschen nicht mit dabei und ich musste mich nach einer Alternativen
umsehen.
Gefüllt habe ich dann nach folgendem Rezept:
- 250 ml Wasser
- 200 g Zucker
- 1 Pck. Tortenguss
- 1 TL Trockenhefe
- 4 TL Zucker
Das Wasser habe ich mit dem Zucker und dem Tortengusspulver kurz aufgekocht,
1 Min. abkühlen lassen und die Masse dann je zur Hälfte in eine
der vorhandenen Dennerle-Flaschen gefüllt.
Die Füllhöhe beträgt dabei so um die 5-6 cm.
Anschliessend habe ich die Flaschen gut abkühlen lassen.
Eine davon habe ich zur späteren Verwendung im Kühlschrank gelassen,
in die andere habe ich Wasser bis zur Markierung aufgefüllt, was
schätzungsweise auch wieder so 5-6 cm unterhalb der Öffnung
ist und dann den Zucker und 2 Messerspitzen der Trockenhefe eingefüllt.
In dieser Mischung ist dann erstmal nichts passiert und dann habe ich
so nach und nach, mit mehreren Stunden Abstand, immer noch etwas Zucker
und Hefe eingefüllt, bis die Gärung einsetzte.
Die Blasenanzahl ist abhängig von der Menge der Hefe, allerdings
kann man kaum genaue Mengenangaben machen, da für den Gärprozess
zudem noch Wärme nötig ist um ihn zu unterstützen und sowohl
Aquarientemperatur als auch Umgebungswärme eine Rolle spielen.
Ich selber habe beim ersten Mal "gefühlt" fast ein halbes
Päckchen der Hefe verbraucht, anderen reichen möglicherweise
tatsächlich die 2 Messerspitzen.
Da muss man einfach mal ausprobieren.
Bei der 2. Flasche habe ich diesmal etwas genauer drauf geachtet und bin
mit 1/2 TL Hefe auf 2 TL Zucker gestartet.
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Spartipp |
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Wasserkosten
Ich weiss ja nicht, wie das in anderen Gemeinden so ist, aber bei uns
sind die Abwassergebühren doppelt so hoch wie die Wassergebühren.
Daher habe ich an den Aussenwasserhahn, über den ich auch die AQs
fülle (jedenfalls in den frostfreien Zeiten) eine Extra-Wasseruhr
anbringen lassen, bei der die Abwasserkosten dann wegfallen.
"Ent"-Wässert wird dann meist in den Garten, so dass die
Pflanzen auch noch etwas vom AQ-Wechsel haben.
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Wander-HMF |
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Wander-HMF
Bei einem Basteltag bei Herrn
K. habe ich von ihm etwas gezeigt bekommen, was ich schon auf den
ersten Blick mit dem Etikett "praktisch" versehen konnte, nämlich
einen Wander-HMF.
Ideal für kleine Aquarien, wenn man keinen Innenfilter einsetzen
will, Aussenfilter sich bei der Grösse nicht lohnen, einem das Geblubber
von Lufthebern auf die Nerven geht, man keine Lust auf irgendwelche Klebearbeiten
im Aquarium hat und offen sein will für Veränderungen ohne grossartige
Nacharbeiten.
Mit relativ wenig Aufwand und ebensolchen Kosten (für unter 10,00
Euro) ist innerhalb weniger Minuten so ein Ding gezimmert, sogar von Leuten,
die kein Handwerks-Diplom an der Wand hängen haben.
Man nehme:
1 kleine Platte PVC-Schaum (ca. 2,95 Euro)
1 Stück Filtermatte in den Maßen 9 x 19 x 3 cm (ca. 0,40 Euro)
1 kl. Zimmerspringbrunnenpumpe (ca. 5,00 Euro)
8 cm Schlauch (ca. 0,10 Euro)
Ausserdem braucht man einen Cutter und den Klebstoff Tangit oder einen
vergleichbaren.
Für ein 12l-AQ reicht ein HMF mit den Maßen 8,5 x 8,5 x 18
cm
Die Grundplatte habe ich auf 8,5 x 8,5 cm zugeschnitten, die beiden Seitenteile
auf 8,5 x 17,7, da diese auf die Grundplatte geklebt werden.
Das Rückteil hat die Maße 8,5 x 18 und wird von hinten gegen
Grundplatte und Seitenteile geklebt.
Tangit hat, im Gegensatz zu AQ-Silikon, den Vorteil, relativ schnell auszuhärten,
nämlich binnen Minuten.
Bei der Filtermatte hatte ich es mir etwas einfach bemacht. Ich hatte
einen Filterblock gefunden mit einem Loch in der Mitte, den ich einfach
nur halbiert habe.
Ganz normale Filtermatte geht aber ebenso gut und wurde von mir auch schon
verwendet.
In die Matte wird ein Loch geschnitten, durch das der Schlauch dann durchpasst,
die Pumpe kommt dann nach Fertigstellung hinter die Matte.
Und so sieht das Ganze dann in der Fertigung aus:
Man sollte unbedingt darauf achten, dass der HMF ein gutes Stück
niedriger ist als das AQ hoch, aber trotzdem über der Wasseroberfläche
endet, da es sonst leicht passieren kann, dass sich Wasser durch die Pumpenvibration
zwischen HMF und Glaswand nach oben drückt und auf der falschen Seite
wieder runterläuft, wie ich im Eigenversuch extra für Euch getestet
habe.
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Wasserwechsel |
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Es gibt sicher etliche Methoden, Wasser zu wechseln und jeder hat da
sicherlich seine eigene entwickelt.
Ich habe dafür sogar 3 ;-)
Variante 1, die modern-klassische:
Da ich äusserst ungern Aquarienwasser schlucke, habe ich mir eine
Handpumpe zum Ansaugen besorgt.
Sie hat zwar verdächtig viel Ähnlichkeit mit einem Klistier,
funktioniert aber klasse, 3x kräftig zugedrückt (wer mag, kann
sich dabei jemanden vorstellen, den er wiederum nicht mag), Wasser marsch.
Diese Variante setze ich ein, wenn nur wenig Wasser zu wechseln ist, also
der wöchentliche 30%-Turnus, weil ich dabei noch den gröbsten
Dreck absauge.
Zum Auffüllen nutze ich entweder eine Giesskanne mit Rieselaufsatz
oder aber einen Gartenschlauch mit Spritzpistole. Das hat den Vorteil,
dass kein Sand aufgewirbelt wird, den Fischen kommt es wie Regen vor und
nicht selten folgen sie dem Guss.
Variante 2, die automatische:
Zimmerspringbrunnenpumpen sind nicht nur praktisch beim Einsatz in HMF,
sondern auch beim Wasserwechsel.
Die Pumpe kommt ins AQ, ein Gartenschlauch dran, dessen Ende da liegt,
wo er nützlich oder zumindest nicht schädlich ist (wahlweise
Garten, Toilette oder Duschwanne etc.), Stecker rein und laufen lassen.
Diese Variante nutze ich bei grossen Wasserwechseln, wenn mal wieder ein
Komplett-Umgestaltung nötig oder angesagt ist und ich keine Lust
habe, 30x mit Eimern hin und her zu laufen.
Der Wassereinlass funktioniert dann ebenfalls über die Pumpe, allerdings
mit gezogenem Stecker. ;-)
Schlauchende an den Wasserhahn und aufdrehen.
Das Wasser ströhmt durch die Pumpe ins AQ und auch hier wird kein
Sand aufgewirbelt...je nach Wasserdruck natürlich.
Ich weiss ja nicht, wie das in anderen Gemeinden so ist, aber bei uns
sind die Abwassergebühren doppelt so hoch wie die Wassergebühren.
Daher habe ich an den Aussenwasserhahn, über den ich auch die AQs
fülle (jedenfalls in den frostfreien Zeiten) eine Extra-Wasseruhr
anbringen lassen, bei der die Abwasserkosten dann wegfallen.
"Ent"-Wässert wird dann meist in den Garten, so dass die
Pflanzen auch noch etwas vom AQ-Wechsel haben.
Variante 3, die vorsichtige:
In Aufzuchtbecken gestalten sich Wasserwechsel manchmal sehr spannend
- ist ein Komma durch den Schlauch geflüchtet oder nicht?
Daher wechsel ich hier mit einem sehr dünnen Schlauch von nur wenigen
mm Durchmessern und stecke zur Vorsicht noch ein zugeschnittenes Stück
Filtermatte drauf.
So kann keiner flüchten, ich erspare mir das Milliliter-weise Absaugen
und Kontrollieren, ob ein Komma nicht da gelandet ist, wo es nicht hingehört.
Allerdings gibt es für so dünne Schläuche keine Handpumpe,
da ist also das orale Vergnügen angesagt. ;-)

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