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54l - Aquarium II
(1. Einrichtung: 08.12.2007)

Nachdem mein gesamter Altbestand an Perlhühnern den Weg ins Nirwana
angetreten hatte, war die Trauer natürlich gross und Ersatz musste
her...
Da ein reines Artenbecken geplant war, reichte erstmal eine kleine Kiste
von 37,5l, in die als "Einfahrhilfe" ein paar Otos einzogen.
12 Tage nach dem Einrichten des Aquariums (natürlich angeimpft mit
reichlich Filterschlamm) zogen dann 11 wunderhübsche Hühner
und Hähne ein (an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Frank,
der das möglich machte!), natürlich mit dem Hintergedanken,
vielleicht mal das ein oder andere Küken zu Gesicht zu bekommen.
Der Nachteil an solchen reinen Artenbecken, zumindest in Bezug auf Perlhühner,
hat sich bei uns auch relativ schnell gezeigt:
Es fehlen Mutmacher!
Die Otos waren da keine grosse Hilfe, denn die glänzten ebenso durch
dezente Zurückhaltung wie die Hühner, die sich als bevorzugte
Aufenthaltsgegend den hinteren Beckenbereich ausgesucht haben.
Wenn man allerdings lange und still genug vor dem Aquarium saß,
zeigten sie sich dann doch mal.
Da ich aber alles andere als leidenschaftlich gern still bin und mein
2. Name "Ungeduld" heisst, zogen einige Zeit später noch
ein paar Boraras brigittae ein, mit denen ich ebenfalls schon längere
Zeit liebäugelte.
Allerdings schienen die Hühner die Winzlinge nicht wirklich ernstzunehmen,
denn während die Brigittae immer wieder mal an der Frontscheibe posierten,
blieben die Hühner weiterhin bei ihrer vornehmen Zurückhaltung.
Das änderte sich erst, als im Zuge der Auflösung der 12l-Aquarien,
die zeitweilig auch in der Küche standen und von denen eines ein
paar Ringelsocken beherbergte, diese dann ebenfalls mit in den Hühnerstall
zogen.
Der allerdings wirkte damit ein wenig beengt und so kam es dann, dass
nach einer spontanen Umräumaktion, in der die Küche nebenbei
noch unfreiwillig unter Wasser gesetzt wurde, alle Fische umgesiedelt
wurden in eine grössere Behausung, nämlich grosszügigen
54l...mit einem reichlich leeren Bodenbereich, der eigentlich förmlich
danach schrie, einen paar Aspidoras ein neues Zuhause zu geben...
Und das wiederum war, um aus unsichtbaren Hühnern zumindest temporär
sichtbare zu machen, eine goldrichtige Entscheidung!
Kaum waren die Aspidoras eingezogen, wurden die Hühner plötzlich
mutig, tanzen jetzt im Vordergrund hin und her und gesellen sich gelegentlich
zu den Aspidoras und umgekehrt.
Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte war die Überredungskunst
der Hühner.
Es schien fast so, als hätten sie den Aspidoras zugeraunt: "Kommt
Jungs, HINTEN spielt die Musik, da sind wir ungestört!"
Nach einigen Tagen übermütigen Treibens verzog man sich kollektiv
an die hintere Seite und somit hatte ich nicht nur unsichtbare Hühner,
sondern auch ebensolche Aspidoras.
Das änderte sich dann aber, als ein Pärchen Apistogramma agassizii
einzog und zwar, wie ich hoffen darf, etwas dauerhafter.
Es sieht so aus, als bräuchten die Hühner Bodygards, die grösser
und stärker sind als sie, damit sie sich nach vorn trauen.
Und weil ich gern sichtbare Hühner auch sehen mag, die Küche
inzwischen aber nur noch in Ausnahmefällen betrete, geschweige denn
mich länger dort aufhalte, ist die Kiste jetzt ins Wohnzimmer umgezogen,
wo ich sie gut im Blick habe...
Update vom 01.03.09:
Da ich in der Kiste zunehmend Algenprobleme bekam, dachte ich, dass eine
Generalüberholung sicher nicht die schlechteste Idee wäre zusammen
mit dem festen Vorhaben, die Wasserwechsel, die ich in den letzten Wochen
etwas vernachlässigt hatte, wieder regelmässiger durchzuführen.
Weil ich vorher nie nennenswerte Probleme mit Algen hatte, führe
ich die dramatische Zunahme auf die reduzierten Wasserwechsel zurück,
zumal auch alle anderen Becken befallen sind, wenn auch nicht in diesem
Ausmaß.
Solange sich die Algen als hübsch grüner Teppich auf die Wurzeln
beschränkten, hatten sie mich nicht weiter gestört, im Gegenteil
- die Wurzeln sahen dadurch so hübsch plüschig aus.
Als aber die freundlich-grünen Algen durch triste bräunliche
mehr und mehr verdrängt wurden und diese sich dann auch noch über
sämtliche andere Einrichtungsgegenstände zogen, einschliesslich
Ausströmer und Heizung, und dann zunehmend auch die Pflanzen belagerten,
sah ich ganz klar Handlungsbedarf und setzte ihn dann auch Ende Februar
in die Tat um.
Die Wurzeln flogen raus und wurden durch andere, filigranere ersetzt und
die bunte Mischung bei den Pflanzen habe ich auf jetzt insgesamt 5 Arten
reduziert, wobei alle befallenen Simsen entfernt wurden und nur noch die
wieder eingesetzt wurden, die algenfrei waren und der gesamte hintere
Bereich mit schnellwachsenden Mayaca fluviatilis bepflanzt wurde.
Und weil die Attraktivität des Beckens nicht nur unter der Zunahme
der Algen gelitten hatte, sondern auch durch die Reduzierung des Fischbestands,
wurde dieser dann gleich in einem Abwasch aufgestockt, in dem ein paar
knurrende Zwergguramis einzogen, die Aspidoras auch nochmal neue Gesellschaft
bekamen und nach einer Umgestaltung des 112er auch die Axelrodia riesei
dort noch mit einzogen, die in der anderen Kiste etwas untergegangen sind
und etwas unter den Augenflecksalmlern gelitten haben.
Die Perlhühner hatten sich leider im Laufe der Zeit auf sechs selbst
reduziert und sind jetzt gänzlich hahnlose Hühner. Da ich zur
Zeit keine schönen Tiere finde, die dann auch noch bezahlbar sind,
belasse ich es vorerst auch dabei.
Planzen:
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1
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Didiplis Diandra (Wasserhecke) |
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2
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Eleocharis acicularis (Nadelsimse) |
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3
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Eleocharis parvula (Zwergnadelsimse) |
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4
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Echinodorus vesuvius |
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5
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Mayaca fluviatilis (grünes Mooskraut) |
Gedüngt wird 1x pro Woche mit ProFito
Besatz:
Futter:
TK Cyclops, Bosmiden
JBL Novo Grano Color Clickfutter
Sera Welschips
Granulat
Dupla Rin Klickfutter
Cyclop-Eeze
Lebendfutter (Microwürmchen, Artemia Nauplien)
Hardware:
54 Liter, 60 x 30 x 30
Außenfilter Elite 501,
Aqualuxabdeckung mit 2 Leuchtstoffröhren von Hagen (Aquaglow und
Flowerglow),
Dekoration:
etwa 18 kg brauner Sand, Körnung 0,4 - 0,8 mm
2 Moorkienwurzeln
Regenbogenschiefer
Wasserwerte:
Habe ich schändlicherweise noch nicht einmal gemessen! *schäm*
Da das Verhalten der Fische an sich völlig normal ist, das Wasser
klar aussieht und typisch nach Aquarium riecht, habe ich noch keine Veranlassung
gesehen, irgendwelche Werte zu nehmen.
Überraschungen in Bezug auf PH und KH sind nicht zu erwarten, die
sind in allen unserer Aquarien relativ ähnlich und konstant und bei
dem moderaten Besatz sehe ich auch keine Veranlassung, panikartig den
NO2-Wert im Auge zu behalten.
Ein Aquarium ganz nach Gefühl - typisch weiblich eben! ;-)
Temperatur: 27°C
Wasserwechsel: wöchentlich, ca. 30%
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